Frontansicht des Laufener Rathauses - © Harald Wessner, Stadt Laufen

Gemeinsam für die Natur

Laufen bringt Naturschützer, Behörden und Stadt erstmals an einen Tisch – Projekte sind bereits in Planung

Meldung erstellt / geändert:

Artikel aus der SOR

 

Laufen. Die Zusammenarbeit im Umwelt- und Naturschutz soll in Laufen künftig noch enger werden. Auf Einladung von Bürgermeister Christian Burr kamen dazu erstmals Vertreter verschiedener Verbände, Behörden und städtischen Fachbereiche im Rathaus zusammen. Ziel des Treffens war es laut Pressemitteilung der Stadt, sich gegenseitig kennenzulernen, über die tägliche Arbeit und laufende Projekte zu informieren und Möglichkeiten für gemeinsame Vorhaben auszuloten.

„Nicht nur weil wir Mitglied der Biosphärenregion Berchtesgadener Land und der Ökomodellregion Waginger See – Rupertiwinkel sind, sondern weil wir das Thema Nachhaltigkeit insgesamt sehr ernst nehmen, versuchen wir auch zu diesem Thema mit allen Akteuren bestmöglich zusammenzuarbeiten“, sagte Burr.

 

Eine wichtige Rolle spielte Sepp Ratzesberger

An dem Treffen beteiligten sich u.a. Vertreter der Biosphärenregion Berchtesgadener Land, des Bund Naturschutz, des Landesbunds für Vogel- und Naturschutz (LBV), des Landschaftspflegeverbands, der Ökomodellregion Waginger See-Rupertiwinkel und der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes Berchtesgadener Land. Auch die Umweltreferentin, der Biosphären-/ Ökomodellregionsreferent sowie Vertreter verschiedener städtischer Fachbereiche waren dabei.

Eine wichtige Rolle bei der Initiative spielte Sepp Ratzesberger, der sich seit Jahrzehnten ehrenamtlich für den Umwelt- und Naturschutz in Laufen und darüber hinaus engagiert. Besonders bekannt ist sein Einsatz für das Rebhuhn, das 2026 zum Vogel des Jahres gewählt wurde. Auch ein Treffen am Thannberg, bei dem verschiedene Naturschutzthemen zur Sprache kamen, geht auf seine Initiative zurück. Daraus entstand schließlich die Idee für das nun umgesetzte Vernetzungstreffen.

Neben dem persönlichen Kennenlernen ging es im Rathaus vor allem um den Austausch von Wissen und Erfahrungen. Die Teilnehmer waren sich laut Stadt einig, dass ein besseres Verständnis der jeweiligen Arbeit wichtig sei, um künftig Synergien zu nutzen und gemeinsame Projekte auf den Weg zu bringen.  

Dabei blieb es nicht bei allgemeinen Absichtserklärungen. Konkret vereinbart wurde unter anderem, zwischen Oberheining und dem Abstdorfer See entlang des Radweges auf einer Länge von rund 120 Metern eine neue Hecke anzulegen. Alternativ kommt eine andere geeignete naturschutzfachliche Gestaltung wie Magerrasen mit einzelnen Bäumen infrage.

Auch Ratzesberger brachte ein konkretes Angebot ein: Er will künftig in enger Zusammenarbeit mit dem Tourismusbüro der Stadt Laufen Naturführungen anbieten und dabei sein umfangreiches Wissen über die heimische Natur weitergeben.

 

Die bisherige Arbeit der Stadt wurde gewürdigt

Bei dem Treffen wurde zudem die bisherige Arbeit der Stadt im Bereich Umwelt- und Naturschutz gewürdigt. Dazu gehören unter anderem die Pflege städtischer Flächen durch den Bauhof sowie die Gestaltung von Verkehrsinseln und Blühstreifen. Die Stadt verweist dabei auf den hohen Aufwand und dein Einsatz spezieller Geräte bei der naturnahen Flächenbewirtschaftung.

Bürgermeister Burr will die neue Gesprächsrunde nicht als einmalige Veranstaltung verstanden wissen. „Derartige Arbeitstreffen müssen und werden regelmäßig auf Einladung der Stadt Laufen stattfinden, damit viele gemeinsame Projekte im Sinne der Nachhaltigkeit entstehen und umgesetzt werden“, kündigte er an.

Nachfolgende Anlagen wurden dem Artikel beigefügt:

Weitere Artikel unter Aktuelle Meldungen und Amtstafel lesen

Nach oben